BFSG Go-Live-Check fuer Online-Shops: 15 Punkte vor dem Launch
Der teuerste BFSG-Fehler passiert oft nicht im Bestand, sondern am Tag des Relaunches. Design, Checkout, Suche und Zahlungsarten wirken intern fertig, brechen aber fuer Tastatur-Nutzer, Screenreader oder mobil unter Stress genau an den umsatzkritischen Stellen weg.
Warum ein Go-Live-Check mehr bringt als spaetere Nacharbeit
Nach dem Launch haengen meist schon Kampagnen, Newsletter, Preisvergleichsportale oder Social Ads an der neuen Seite. Jeder grundlegende BFSG-Fehler produziert dann sofort Kaufabbrueche, Supportanfragen und spaetere Hotfixes unter Druck. Vor dem Launch ist die Priorisierung viel guenstiger.
Die 15 Punkte fuer die letzte Freigabe
- Hauptnavigation: Alle Menues und Unterpunkte muessen per Tastatur erreichbar sein.
- Suchfeld: Platzhalter ersetzt kein sichtbares Label.
- Filter und Sortierung: Mobile Filter duerfen Fokus und Scroll nicht verschlucken.
- Produktbilder: Relevante Bilder brauchen sinnvolle Alt-Texte.
- Variantenwahl: Farbe, Groesse und Menge muessen ohne Maus funktionieren.
- CTA-Buttons: "In den Warenkorb" und "Zur Kasse" brauchen klaren Fokus.
- Mini-Cart: Drawer und Overlays muessen sauber schliessen und den Fokus zurueckgeben.
- Warenkorb: Mengenfelder und Entfernen-Buttons brauchen erkennbare Labels.
- Gastkauf: Darf nicht hinter Login oder Kontozwang versteckt sein.
- Formulare: Adresse, E-Mail und Telefon brauchen sichtbare Beschriftungen.
- Fehlermeldungen: Nicht nur rot markieren, sondern Klartext am Feld zeigen.
- Zahlungsarten: Logos allein reichen nicht, jede Option braucht einen Namen.
- Pflichtcheckboxen: AGB, Datenschutz und Einwilligungen muessen eindeutig zugeordnet sein.
- Bestellbestaetigung: Der Abschluss muss auch fuer Screenreader klar erkennbar sein.
- Mobil-Test: Der komplette Pfad vom Produkt bis zum Kauf muss auf dem Smartphone lesbar bleiben.
Diese drei Fehler kosten direkt Umsatz
1. Fokusverlust in Overlays
Wenn Nutzer beim Oeffnen von Mini-Cart, Login-Dialog oder Payment-Modal den Fokus verlieren, springt der Funnel faktisch ins Leere. Das ist kein Randfall, sondern eine der haeufigsten Ursachen fuer stille Abbrueche.
2. Unklare Fehlermeldungen im Checkout
Ein globales "Bitte Eingaben pruefen" ohne Feldbezug fuehrt dazu, dass Nutzer denselben Schritt mehrfach wiederholen. Das erzeugt Reibung genau im letzten Meter vor dem Kauf.
3. Unsichtbare Mobile-Huerden
Relaunches werden oft auf grossen Screens freigegeben. In der Praxis kippen aber haeufig Sticky-Bars, eingeblendete Banner oder schlecht fokussierbare Filter den mobilen Funnel zuerst.
Wie du den Launch in 30 Minuten absicherst
- Die 5 wichtigsten Kaufpfade auswaehlen: Startseite, Kategorie, Produkt, Warenkorb, Checkout.
- Jeden Pfad einmal ohne Maus durchtesten.
- Danach denselben Pfad mobil durchlaufen.
- Mindestens einen Test mit bewusst erzeugten Formularfehlern machen.
- Die gefundenen Huerden sofort nach Umsatzwirkung sortieren.
Fazit
Ein BFSG-Go-Live-Check ist kein Zusatzprojekt, sondern die letzte Verkaufsabsicherung vor dem Launch. Wer die gruenen Ampeln erst nach dem Kampagnenstart sucht, zahlt doppelt: mit Supportzeit und verlorenen Bestellungen.
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